Glashütte «Uhr des Jahres 2000»: Senator Ewiger Kalender
SÄCHSISCHE PRÄZISION

Glashütte Original: Mit «Ewigem Kalender» Richtung Weltklasse

Mit aufwändiger Handarbeit zur Vollendung eines Meisterwerkes – das ist Teil der Philosophie der deutschen Uhrenmanufaktur Glashütte Original, die nach 1990 in grossen Schritten zur global bekannten Luxusmarke aufstieg. Die Aufnahme in die Swatch Group im Jahr 2000 und die Eröffnung einer eigenen Zifferblattmanufaktur 2012 sind Meilensteine der beeindruckenden Historie.

Glashütte Original ist in der Uhrenwelt mittlerweile ein Synonym für aussergewöhnliche Zeitmesser und verweist auf eine Uhrmachertradition, die vor genau 170 Jahren ihren Anfang hatte. Seit der Gründung des ersten Uhrenunternehmens im sächsischen Glashütte durch Ferdinand Adolph Lange im Jahr 1845 erfüllen Glashütter Uhren die hohen Anforderungen der Kundschaft an Präzision und Qualität. Heute gelingt es dem Unternehmen mehr denn je, die handwerkliche Perfektion alter Uhrmachertradition mit ausgewählten Materialien und modernsten Fertigungsmethoden perfekt zu verbinden.

Präzisionsuhren auch in Krisenzeiten

Das Unternehmen blickt heute auf eine bewegte Geschichte zurück, in der auch grosse wirtschaftliche Schwierigkeiten zwischen den beiden Weltkriegen, daraus resultierende Manufakturschliessungen sowie die Demontage und Verstaatlichung nach dem zweiten Weltkrieg überstanden werden mussten. Verbliebene Firmen wurden nach 1945 zum VEB Glashütter Uhrenbetriebe (GUB) zusammengeführt. Anders, als in der Zeit davor, setzte die GUB nun vor allem auf alltagstaugliche Gebrauchsuhren, welche trotz dem Fehlen grosser Komplikationen und der typischen Glashütter Veredelungen über eine hohe Präzision, Funktionalität und Langlebigkeit verfügten. Nach der deutschen Wiedervereinigung war die Manufaktur voller Motivation, die alte Handwerkskunst wieder aufblühen zu lassen. Bereits am 16. Oktober 1990 entstand die Glashütter Uhrenbetrieb GmbH als Rechtsnachfolger des GUB, welche im Jahr 1994 erfolgreich privatisiert wurde. Seither entstehen unter der Marke Glashütte Original in höchster Fertigungstiefe wieder sehr anspruchsvolle, teils hochkomplizierte und nach allen Regeln der Glashütter Uhrmacherkunst vollendete Prestigeuhren.

Grosse Schritte Richtung Weltklasse

Der Jahrtausendwechsel markierte für Glashütte Original einen grossen Sprung in der Entwicklung zur weltweit anerkannten Marke für anspruchsvolle mechanische Uhren. Als einer der ersten Meilensteine in der jüngeren Produkthistorie wurde 1999 das Modell «Senator Ewiger Kalender» vorgestellt. Wie kaum eine andere Uhr dieser Art gibt dieses Modell die verschiedenen Anzeigen des Ewigen Kalenders klar und harmonisch wieder und wurde im darauffolgenden Jahr von den Lesern des Fachmagazins «Armbanduhren» sowie der «Welt am Sonntag» zur Uhr des Jahres gewählt. Ebenfalls im Jahr 2000 wurde die Firma vom weltgrössten Uhrenkonzern, der Swatch Group AG, übernommen. Dies stellte eine grosse Chance für die Marke dar, sich neben Omega und Breguet in der Weltklasse zu etablieren und vor allem international weitere Märkte zu erschliessen.

Bewahrung der Tradition

Mit seiner langen Geschichte fühlt sich Glashütte Original verpflichtet, sein Erbe und seine Traditionen auch für zukünftige Generationen zu bewahren. So entstand in 2001 nicht nur die unternehmenseigene Uhrmacherschule «Alfred Helwig», in die mittlerweile jährlich bis zu 28 neue Lehrlinge für die Berufe Uhrmacher und Werkzeugmechaniker aufgenommen werden, sondern auch ein Museum. Gemeinsam mit der Stadt Glashütte wurde 2006 die «Stiftung Deutsches Uhrenmuseum – Nicolas G. Hayek» ins Leben gerufen, welche seit der Eröffnung des Museums zwei Jahre später eine beeindruckende Retrospektive der hiesigen Uhrengeschichte präsentiert. Mit dem Erwerb der Deutschen Zifferblattmanufaktur Pforzheim im Jahr 2012 konnte sich Glashütte Original auch den prestigeträchtigen Schritt der Zifferblattherstellung ins Unternehmen holen – ein Novum in der heutigen Uhrenwelt.

Die preziösen Merkmale von «Glashütte Original»

Glashütte Original Uhrenmanufaktur: Montage des Uhrwerks

Die ersten seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Glashütte gefertigten Uhren waren zunächst recht einfache Taschenuhren mit Stunden-, Minuten- und Sekundenanzeige. Je technisch ausgereifter sie mit der Zeit wurden, umso schmuckvoller auch die Gestaltung ihrer Einzelteile – teils auch aus funktionellen Gründen. Bei den heutigen Zeitmessern, deren Komponenten mit den modernsten Verfahren gefertigt und bearbeitet werden, ist eine funktionelle Bedeutung vieler Veredelungen nicht mehr gegeben. Dennoch sind sie von essentieller Bedeutung – stehen sie doch für die lange Glashütter Tradition und sind beeindruckende dekorative Elemente, die Uhrenkenner begeistern und hohen Wiedererkennungseffekt haben. Grund genug, die mit dem Glashütter Streifenschliff versehene Dreiviertelplatine, in Goldchatons gefasste Lagersteine, die gebläuten Schrauben oder die von Hand gravierte Unruhbrücke durch den Saphirglasboden sichtbar zu machen.

Neuheiten zur Baselworld 2015

Seine jüngsten Uhrenneuheiten stellte das Unternehmen auf der diesjährigen Baselworld vor. Eines der Highlights ist der Senator Observer, dessen Gestaltung das Design der legendären Glashütter Beobachtungstaschenuhren aufgreift.

Text: Dorothea Schulze Mengering / Titelbild: Glashütte Original

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