Die üppigen Pfingstrosen eignen sich hervorragend als Schnittblumen
PFLANZENLIEBE

Pfingstrosen – rosarote Schönheit mit Charakter

Pfingstrosen gehören zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt – seit Jahrhunderten sind sie fester Bestandteil in Heimgärten. Heute erobert die Paeonia mit ihrer Blütenpracht nobleres Terrain und ist vermehrt in Designervasen zu finden.

Die vollblütigen Stauden und Sträucher sind ein Gewächs aus kaiserlichen Gärten. Nicht umsonst wird die Pfingstrose in China als Symbol der Schönheit verehrt – schmückte sie doch über Jahrtausende die Gärten der Kaiser. Wie auch normale Rosen, haben Pfingstrosen eine Bedeutung. Um die farbrächtige Pflanze ranken sich zahlreiche Legenden. So soll ihr Name auf den griechischen Gott der Heilkunde Paeon zurückgehen – er kurierte mit ihren Wurzeln die Wunden der Götter. In der christlichen Symbolik stand sie für Reichtum und im Volksmund versprach eine blühende Pfingstrose baldiges Liebesglück.

Pfingstrosen – Staude oder Strauch?

Pfingstrosen kommen als Staude und Gehölz vor. Letztere haben ihren Ursprung in China, während die gemeine Pfingstrose (Paeonia officinalis) aus der Bergwelt Südeuropas stammt. Heute ist die blutrote Schöne über die ganze nördliche Halbkugel verbreitet. Von der Staudenpfingstrose bleibt im Winter nur der Wurzelstock, der im Frühjahr neu austreibt. Die Strauchpfingstrose dagegen zeigt in der kalten Jahreszeit ihre kahlen Äste. Findige Züchter kreuzten Strauch- und Staudenpaeonien zu Itho-Hybriden. Sie glänzen mit den üppigen Blüten der Strauchpfingstrose, ziehen sich aber im Winter in ihr Rhizom zurück.

Die Gattung der Paeonien umfasst 32 Arten. Zeigen ihre Blüten in der Natur bescheidenen Charakter, kommen sie als vielseitige Züchtung mal üppig barock, mal fragil wie feinstes Porzellan daher. Die Farbnuancen reichen von Purpurrot über Violett bis Pink und Rosé, auch Gelb und Weiss gehören zur Farbpalette. Die halb gefüllten oder gefüllten Blüten verströmen zum Teil einen narkotisch süssen Duft, der ihrer opulenten Optik in nichts nachsteht.

So sollten Sie Pfingstrosen pflanzen

Der September ist am günstigsten, um Pfingstrosen zu pflanzen. Paeonien sind dankbar für einen windgeschützten Standort im Halbschatten. Sie bevorzugen nährstoffreichen, kalkhaltigen Boden. Pfingstrosen pflanzen heisst, sich eine langlebige Diva in den Garten holen, die mit jedem Jahr mehr Schönheit entfaltet. Einmal gepflanzt erfordern sie kaum Pflege. Gefüllte Sorten sind auch in der Vase eine Augenweide. Einfach die Stiele alle paar Tage schräg anschneiden und in nicht zu kaltes Wasser stellen. Mit einem Frischhaltemittel für Schnittblumen erfreuen sie bis zu 14 Tagen das Auge.

Pfingstrosen kaufen beim Schweizer Spezialisten

Die wunderschön gelegene Gärtnerei der Paeonia GmbH in Russikon über dem Pfäffikersee ist Spezialist in Sachen Pfingstrose. Wildarten stehen ab 40 Franken, Itoh-Hybride ab 130 Franken und Strauchpaeonien ab 30 Franken zum Verkauf.

In der Gärtnerei Fawer in Egg bei Zürich finden Sie eine grosse Auswahl an Paeonien. Zur Blütezeit zeigen sie in einem Schaugarten ihre ganze Pracht.

Bild: dianazh, iStock, Thinkstock

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