Leute kennenlernen am m-eating-table in Schweizer Restaurants
M-eating-table

Öfter ein Gourmet-Dinner in Gesellschaft geniessen

Neue Leute kennenlernen, ob als Single oder Alleinreisender, kann mühsam sein. Gut, gibt es in der Schweiz den m-eating-table, der gesellige Menschen zusammenbringen möchte, um gemeinsam ein exzellentes Essen zu geniessen. Wir haben die Initiatorin des Konzepts zum «meet and eat» im Restaurant AuGust des Widder Hotels getroffen.

Alleine essen ist wenig unterhaltsam und manchmal auch frustrierend. Das stellte Beatrix Révész auf ihren Geschäftsreisen fest, wo sie beim Dinner häufig ohne Gesellschaft am Tisch sass. So lancierte sie im Juni 2015 das Konzept «m-eating-table» in der Schweiz.

M-eating-table: Der Tisch für neue Bekanntschaften

Am besagten Tisch sollen Menschen zusammenkommen, die allein unterwegs sind, aber lieber an einer geselligen Tafel sitzen möchten – eben meet and eat in company. Heute machen schon etwa 30 Schweizer Betriebe mit, die vom m-eating-table überzeugt sind. Darunter finden sich Dorfbeizen, aber auch Bars und Restaurants im Sterne-Segment wie das Widderhotel und die Eden Lobby Bar in Zürich, das Bellevue Palace in Bern und das Restaurant Jakob in Basel. «Das sind Lokale ganz unterschiedlicher Klassen, aber immer treffen sich solche Menschen, die ähnliches vom Abend erwarten und gleiche finanzielle Mittel haben», freut sich Beatrix Révész. Um Alleinreisende auf den m-eating-table aufmerksam zu machen, bekommen die Betriebe Flyer, Aufsteller und Sticker mit extra angefertigten Comics von Tobias Gutmann. Ausserdem sollen Gäste direkt bei der Ankunft auf den Tisch hingewiesen werden.

Das Konzept Meating table: meet and eat in company

Neue Leute kennenlernen: Viel mehr als ein Singletreff

Nicht nur Singles sollen mit dem m-eating-table angesprochen werden. «Auch Geschäftsleute, die keine Mitarbeiterrestaurant in der Firma haben und zum Lunch auswärts essen, gesellige Paare oder Menschen auf der Suche nach neuen Kontakten sind an dem Tisch willkommen», so die Initiatorin. «Schön wäre es, wenn die Leute sich wie zuhause fühlen und gerne wiederkommen. So ein meatingtable könnte sich rumsprechen nach dem Motto an diesem Tisch ist es immer lustig oder hier wird auch mal heiss diskutiert und so weiter. Je nach Laune kommt man dann immer mal wieder zu dem ein oder anderen meatingtable.» Vielmehr als ein Singletreff soll das gemeinsame Essen Lifestyle sein.

Die Vorteile des m-eating-tables für den Gastgeber

Interessante Tischgespräche, gute Stimmung und das Essen schmeckt gleich viel besser: Gäste profitieren von der geselligen Tafel. Und der Gastgeber? Den weiss Révész auch zu überzeugen: «Statt einen Zweier- oder Vierertisch allein zu besetzen, werden m-eating-tables kontinuierlich aufgefüllt. Somit sind Lokale viel besser ausgelastet.

Das Konzept funktioniert am besten im legeren Ambiente.

Ausserdem bleiben Gäste länger im Restaurant, wenn sie sich wohlfühlen und konsumieren dann mehr.» Daraus entwickeln sich im besten Fall auch Stammkunden. Der Food & Beverage Manager Till Bächthold vom Widder Hotel in Zürich ist begeistert vom m-eating-table. So kann er seinen Gästen, welche sich über Gesellschaft und Gleichgesinnte freuen, den Gästetisch anbieten. Gäste, die Ruhe und Entspannung suchen oder nebenbei noch etwas arbeiten wollen, wird er an einen entsprechenden anderen Platz setzen. «Das Konzept funktioniert am besten im legeren Ambiente, eher als am nobel eingedeckten Tisch», meint er. Daher platziert er den Aufsteller gerne in der Bar oder auf der Terrasse des AuGust. Ausserdem werben die teilnehmenden Lokale sogar auf Ihrer Homepage und im Facebook für den m-eating-table, wie beispielsweise das Volkshaus in Basel.

Aufsteller für den m-eating-table: Hier können sich Singles, Alleinreisende und Kontaktfreudige treffen

Noch steckt das Konzept in Kinderschuhen, doch Beatrix Revesz kann sich vorstellen, dass die verschiedenen Orte für m-eating-tables künftig als Hinweis in Reiseführer für die Schweiz aufgenommen werden. Auch plant sie, die Idee international zu verbreiten, sobald sie 100 Schweizer Lokale überzeugen konnte. «Lunch Checks hat meine Idee nun als Empfehlung an 3'500 Restaurants geschickt», freut sich die Begründerin. «Seither bekomme ich vermehrt Anfragen. Mein neuster Kunde ist das Schiffsrestaurant Wilhelm Tell in Luzern». Alle teilnehmenden Restaurants finden Sie hier.

Text & Bilder: Dorothea Schulze Mengering

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