Elegant umhüllt: Lederbezüge für Möbel
ELEGANT UMHÜLLT

Gar nicht rau - Lederbezüge für Sofa und Sessel

Je älter, desto schöner. Ledermöbel entwickeln mit der Zeit einen ganz eigenen Charakter und werden mit der richtigen Pflege zu unkomplizierten Begleitern fürs Leben. Trotzdem sind Lederbezüge nicht für jeden geeignet – und auch bei der Lederart haben Sie die Qual der Wahl.

Wird jemand als «zäh wie Leder» bezeichnet, ist er besonders widerstandsfähig und belastbar – eine Redewendung, die sich auch auf Möbel anwenden lässt. Denn Lederbezüge sind in der Tat strapazierfähig, haltbar, zeitlos und altern wortwörtlich mit Würde. Der «used» Charme, der von vielen gewollt und erwünscht ist, entwickelt sich nämlich über die Jahre durch den Gebrauch. Lederbezogene Möbel zeigen Charakter, sind elegant und verleihen der Einrichtung Stil. Zudem sind sie sehr pflegeleicht ist: Leder ist wasserundurchlässig und atmungsaktiv – verschüttete Flüssigkeiten lassen sich auf Glattlederbezügen problemlos wegwischen.

Der Haken liegt allerdings beim Preis, denn qualitativ hochwertige Lederbezüge für Sitzmöbel sind nicht ganz günstig. Besondere Stücke können aber zur Investition fürs Leben und langen Begleitern werden. Hunde- oder Katzenbesitzer sollten jedoch beachten, dass Leder zwar widerstandsfähig ist, die Oberfläche aber leicht zerkratzt. Die Schäden lassen sich dann nicht mehr reparieren. Man sollte auch beachten, dass das Material im Winter als zu kalt und im Sommer als zu heiss empfunden wird. Letzteres liegt daran, dass man an heissen Tagen am Polstermöbel kleben bleibt, was von vielen als unangenehm empfunden wird.  

Die Vor- und Nachteile von Lederbezügen

Vorteile

  • strapazierfähig
  • langlebig
  • elegant
  • pflegeleicht

Nachteile

  • relativ teuer
  • leicht zerkratzbar
  • Sitzgefühl im Winter zu kalt, im Sommer zu heiss

Die verschiedenen Lederarten

Wer sich für Ledermöbel entschieden hat, steht nun vor der Qual der Wahl. Zur Auswahl stehen verschiedene Lederarten, die sich durch ihre Art der Gerbung und Verarbeitung (beispielsweise die Färbung) voneinander unterscheiden. Prinzipiell lassen sich aber drei Gruppen ausmachen:

Glattleder

Diese Lederart wird auch als Narbenleder bezeichnet, da die Struktur erhalten bleibt. Kuhleder ist eher flach genarbt, anders als Krokodilleder, das eine starke Narbung aufweist. Wenn die Haare nicht entfernt werden, bezeichnet man das Leder auch als Fell oder Pelz. Die Gruppe des Glattleders lässt sich ausserdem in naturelle Leder (ohne Färbung), Anilinleder (nach Gerbung gefärbtes Leder und sehr hochwertig) oder Semi-Anilinleder unterteilen. Das sehr weiche und bekannte Nappaleder ist eine spezielle Art des Anilinleders. In der Regel ist Glattleder, das besonders oft für Lederbezüge verwendet wird, aufgrund seiner festen Oberfläche einfach zu pflegen bzw. widerstandsfähiger als andere Lederarten. Nur beim sehr weichen und empfindlichen Anilinleder ist Vorsicht geboten.

Spaltleder

Leder entsteht aus der Lederhaut (auch Dermis genannt) und kann in mehrere Schichten unterteilt werden. Spaltet man die Lederhaut in diese Schichten ab, entsteht das sogenannte „Spaltleder“, das auf beiden Seiten rau ist. Die Festigkeit bzw. Qualität der Lederschichten nimmt gegen das Fleischinnere ab. Darum gilt die oberste Schicht, auch „Narbenspalt“ genannt, als besonders wertvoll, da sie sehr strapazierfähig und einfach zu pflegen ist.

Rauleder

Unter Rauleder versteht man Leder, das aufgeraut oder angeschliffen wurde. So entsteht eine samtige Oberfläche, die für einen angenehmen Griff sorgt und auch optisch eine schönere Struktur aufweist. Der Nachteil ist jedoch, dass Lederbezüge aus Rauleder sehr empfindlich sind, gut gepflegt werden müssen und am besten mit einer Imprägnierung versiegelt werden. Das gilt auch für Bezüge aus Velour-, Wild- und Nubukleder, die zu dieser Gruppe gehören.

Ledermöbel reinigen und pflegen

Um Lederbezüge länger haltbar und unempfindlicher zu machen, bedarf es einer regelmässigen und sorgfältigen Pflege. Dazu muss zuerst einmal festgestellt werden, ob es sich um absorbierendes Leder (z.B. Anilinleder oder Rauleder) handelt oder nicht. Leder, das Flüssigkeiten schnell aufnimmt, ist in der Regel empfindlicher und es empfiehlt sich eine Imprägnierung.

Generell gilt, dass man die Oberfläche immer wieder mit einem weichen Tuch entstauben soll. Bei Rauleder darf auch vorsichtig mit dem Staubsauger gesaugt werden. Ausserdem ist alle drei bis sechs Monate ein mildes Lederpflegemittel zu verwenden. Bei kleinen Unfällen, wie verschüttetem Wein oder Kaffee, sollte man nicht versuchen die Flecken durch starkes Reiben zu entfernen, da die leicht zerkratzbare Oberfläche so beschädigt wird.

Fazit

Ob Sessel, Sofa oder Stuhl: Sitzmöbel mit hochwertigen Lederbezügen sind eine Investition fürs Leben. Sie sind leicht zu reinigen und halten länger als Stoff – vorausgesetzt man pflegt sie richtig. Auch optisch fallen sie durch ihre schlichte Eleganz auf und sorgen so für eine stilvolle und zeitlose Einrichtung.

 

Text: Ching Guu / Titelbild: fritzhansen.com

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